Osteopathie bei unerfülltem Kinderwunsch
Für einen unerfüllten Kinderwunsch gibt es vielfältige Ursachen. Manchmal handelt es sich dabei um relativ einfach zu behebene Gründe, die eine Schwangerschaft verhindern. So kann beispielsweise das Aufhängungssystem der Gebärmutter durch eine Funktionsstörung der Wirbelsäule oder des Beckens etwas angespannt sein. Diese Situation könnte dann die Beweglichkeit der Gebärmutter einschränken, und es gelingt dem Muttermund nicht `hinabzutauchen` und genug Spermien aufzunehmen. Die Spermien wiederum bilden einen See der durch die tieferen Schichten der Beckenbodenmuskulatur stabilisiert wird. Häufig kann man durch die Behandlung der Hüftgelenke, der Gelenke und Muskulatur des Becken oder der Wirbelsäule eventuelle Einschränkungen auflösen. (Während der Behandlung kann die Kleidung anbehalten werden.)

Manchmal lohnt es sich auch, einen Blick auf die Durchblutung der Keimdrüsen und die Strukturen, die damit im Zusammenhang stehen, zu werfen. Bei Männern sind die Spermien recht temperaturempfindlich und verlieren viel von ihrer Beweglichkeit, wenn es ihnen zu heiß wird. Ein Stau der Venen in diesem Bereich kann aber die Temperatur des Hoden erhöhen und damit die Fruchtbarkeit einschränken. Einen solchen Stau können verschiedene Strukturen durch erhöhte Spannung verursachen, wie zum Beispiel das Zwerchfell, der Mastdarm oder der Bereich des Nierenlagers.
Eine andere Ebene, auf der die Osteopathie Hilfe anbieten kann, ist das Zusammenspiel der hormonellen Drüsen. Da das Gewebe der Drüsenzellen (Epithelgewebe) nicht direkt selber durchblutet ist, sondern sich über Diffusion und Osmose vom angrenzenden Bindegewebe ernährt, ist die Situation dieses Bindegewebes von großer Bedeutung für die Funktion und das Gleichgewicht der Drüsen. Auf dieser Ebene kann eine Behandlung ein besseres Zusammenspiel von beispielsweise der Hypophyse und den Keimdrüsen ermöglichen.