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Martin Hirte - Impfen - Pro & Contra
Dr. Hirte setzt sich in diesem Ratgeber mit der Notwendigkeit und den Risiken von Impfungen auseinander. Er beleuchtet die Hintergründe von Impfempfehlungen und belegt seine Aussagen mit zahlreichen Referenzen wissenschaftlicher Studien. Da Eltern in Deutschland heutzutage spätestens ab dem dritten Lebensmonat ihres Kindes mit der Impffrage konfrontiert werden, empfiehlt sich dieses Buch für alle, die eine selbstbestimmte und individuelle Impfentscheidung für sich und ihr Kind finden möchten.
Dr. Hirte hat eine Kinderarztpraxis in München.

Ingeborg Stadelmann - Die Hebammensprechstunde
Das Buch führt vom Beginn der Schwangerschaft über die Geburt bis zum Spätwochenbett und ist nach unserer Meinung ein guter Ratgeber für werdende oder junge Eltern. Frau Stadelmann ist freiberufliche Hebamme und Mutter von drei Kindern. In ihrem Buch lässt sie den Leser an ihrer reichen Erfahrung teilhaben.

Frédérick Leboyer - Geburt ohne Gewalt (Orig. Titel: Pour une naissance sans violence)
Dieses Buch schildert die Geburt aus der Perspektive des Kindes. Dabei versucht der Autor den Leser nicht mit wissenschaftlichen Argumenten für seinen Standpunkt zu gewinnen, obwohl diese existieren, sondern der Leser erlebt den Geburtsvorgang mit seinen eigenen Gefühlen und lernt dadurch sich in das Kind hinein zu versetzen. Obwohl sich dieser Klassiker der Literatur über Geburten nicht auf dem aktuellen Stand der Medizin befindet, ist das Buch nach unserer Auffassung lesenswert. Für zartere Gemüter empfiehlt sich aber vielleicht den ersten Teil des Buches auszusparen, in dem der Autor die Brutalität einer seelenlosen Krankenhausgeburt (hoffentlich vergangener Zeiten) beschreibt. In den darauffolgenden Kapiteln schildert Leboyer, wie ein Kind durch eine sanfte Geburt ins Leben startet.
Frédérick Leboyer war lange Jahre Frauenarzt und Geburtshelfer in einer Pariser Klinik.

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Marina Marcovich; Thersia Maria de Jong - Frühgeborene
Wir haben im Frühjahr 2007 Frau Dr. Marcovich auf einem Osteopathiekongress in Wien persönlich erleben dürfen. Genauso berührend wie ihr damaliger Vortrag ist nach unserer Meinung dieses Buch. Es erzählt von der Verbindung intensivmedizinischer Möglichkeiten mit den Bedürfnissen der zu früh geborenen Kinder. Frau Dr. Marcovich respektiert die Bedeutung der Eltern für die intensiv versorgten kleinen Säuglinge und berichtet davon, wie vielfach medizinische Maßnahmen unnötig wurden, dadurch dass die Kinder Geborgenheit und Liebe erfahren haben. Zum großen Teil ist es ihrer Pionierarbeit zu verdanken, wenn heute die Eltern in den meisten Frühgeborenenstationen in Krankenhäusern mit in die Behandlung einbezogen werden. Das Buch wird durch zwei Teile von Theresia Maria de Jong ergänzt. Sie ist Journalistin und belegt Aussagen des Buches mit Erfahrungsberichten von Familien und wissenschaftlichen Informationen.

Jill Bolte Taylor - Mit einem Schlag (My Stroke of Insight)
Jill B. Taylor war eine renommierte und engagierte 37-jährige Neuroanatomin, als in ihrer linken Hirnhälfte eine Arterie platzte und einen Schlaganfall verursachte. In ihrem Buch beschreibt sie - mit den Augen einer Spezialistin, die zu ihrem eigenen Forschungsobjekt wurde - die Ereignisse und die Erfahrungen während und nach diesem Schlaganfall, wobei sie das eigene Erleben immer auch mit dem medizinischen Hintergrund (für Laien verständlich) verknüpft.
Sie erzählt, wie es ist, die Funktionen der linken, rationalen Hirnhälfte und damit die Denk- und Erkenntnisfähigkeit zu verlieren und fast nur noch mit der rechten, emotionalen Gehirnhälfte („ein Gefühl von Grenzenlosigkeit des Körpers und Einssein mit sich selbst und der Welt“, „einen Ort tiefen inneren Friedens“) sich selber und die Umgebung zu erleben. Und sie beschreibt den langen, 8-jährigen Weg zurück zur Wiederherstellung der verlorenen Hirnfunktionen und zu Gesundheit.
Dieses Buch gibt uns einen Einblick in die wunderbare Funktionsweise unseres Gehirns und Verständnis für die Bedürfnisse  von Schlaganfallopfern, was z.B. für Angehörige, aber auch für Betroffene selber eine große Hilfe sein kann.
Heute ist Jill B. Taylor wieder gesund und arbeitet als Hirnwissenschaftlerin.

Gerald Hüther - Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn
Die Hirnforschung der letzten Jahre hat das Dogma der Unveränderlichkeit der einmal im Gehirn entstandenen neuronalen Verschaltungen widerlegt und stellt fest: unser Gehirn ist zeitlebens lernfähig und strukturell formbar. Wie ein Gehirn aufgebaut ist und wofür es benutzt werden kann, ist abhängig davon, wie und wofür es bisher benutzt wurde: unser Gehirn wird also so, wie wir es nutzen.
Der Neurobiologe und Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther beschreibt leicht verständlich diese Erkenntnisse und geht der Frage nach, wie wir unser Gehirn nutzen sollten, um die in ihm angelegten Möglichkeiten voll zu entfalten.
Herr Hüther hat eine wunderbar bildreiche Sprache, mit der er es schafft, Zusammenhänge für jedermann verständlich darzustellen und deutlich zu machen, dass das Gehirn ein "Sozialorgan" ist und warum "psychosoziale Kompetenz" so wichtig ist. Sehr empfehlenswert sind auch seine Vorträge, von denen einige auf CD/ DVD erschienen sind.

Michael Gershon - Der kluge Bauch (The Second Brain)
Der Neurobiologe Michael Gershon führt den Leser in diesem Buch in die komplexen Funktionsweisen des Nervensystems des Verdauungstraktes ein. Dieses sogenannte enterische Nervensystem funktioniert relativ unabhängig von dem zentralen Nervensystem. Durch die anschauliche Darstellung der Vorgänge in diesem entwicklungsgeschichtlich alten Bereich erlaubt der Autor einen Einblick in die unbewußten Vorgänge des Bauches. Man erfährt, warum es manchmal ganz gut ist, auf seinen Bauch zu hören. Das Buch ist recht ansprechend geschrieben, teilweise sogar witzig, obwohl es sich im Wesen um ein wissenschaftliches Buch handelt.

Raymond Avery Moody - Das Leben nach dem Tod (Life After Life)
In diesem Buch schreibt Raymond Moody über Erfahrungsberichte von Menschen, die eigentlich klinisch tot waren, aber ins Leben zurückgekommen sind. Obwohl seine Berichterstatter aus völlig verschiedenen religiösen und sozialen Milieus stammen, ist für Moody die Ähnlichkeit der in den Berichten geschilderten Erfahrungen erstaunlich. Er betrachtet diese Ähnlichkeiten mit den wissenschaftlich geprägten Augen eines Hochschulmediziners, und es gelingt ihm, dem Leser auf sachliche und selbstkritische Weise ein Bild davon zu geben, was uns mit dem Tod erwarten könnte. Und da die Erfahrungsberichte übereinstimmend das Sterbeerlebnis als friedvoll und verbunden mit einem außerordentlichen Wohlgefühl beschreiben, kann dieses Buch helfen, Ängste vor dem Tod abzubauen oder auch einen Verstorbenen leichter gehen zu lassen.
Dr. Raymond Moody (Doktor für Psychiatrie und Philosophie) gilt als Begründer der so genannten Nahtod-Forschung.